Liebe und Dating nach Ende der Pandemie

glückliches Paar ü50

Ein bisschen Flirten hier und dort, hin und wieder ein Date, ungezwungene Treffen und dann funkt es doch irgendwann: Für Singles muss es nicht unbedingt die Partnersuche sein, Liebe passiert manchmal einfach. Das ist normalerweise auch gar kein Problem, immerhin macht das Leben Spaß, und aus einer Freundschaft kann sich mehr entwickeln.

Entgegen allem, was die Dating-Apps in ihren Werbeanzeigen behaupten, verlieben sich die meisten Menschen immer noch live und in Farbe, nicht auf dem Smartphone. Aber wie funktioniert das jetzt gerade?

Kontaktsperren, Abstandsgebote, eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten und geschlossene Lokale und Gastronomien machen es dann doch schwierig, Freundschaft zu pflegen und andere Menschen kennenzulernen. Von einer gezielten Partnersuche ganz zu schweigen …

Veränderungen schon spürbar

Erhebungen zeigen schon jetzt: Singles haben es in der Pandemie nicht leicht. Es ist fast unmöglich, andere Singles zu treffen und kennenzulernen – das unterscheidet sich zwischen den verschiedenen europäischen Ländern auch nicht grossartig. Wenn Tanzlokale und Diskotheken geschlossen sind, geht man nicht mehr so viel aus. Sport im Verein, im Fitnessstudio oder in der Sportschule sind ebenfalls nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Bars und Kneipen sind zu. Und selbst wer einfach nur im Park spazieren geht, wird mitunter schon etwas seltsam angesehen – näher kommen sich die Menschen da nicht unbedingt.

Wer seine Liebe schon gefunden hat, hält sie nun nicht unbedingt. Laut Umfragen nimmt Ghosting zu: Menschen, die einander näher kennengelernt haben, vielleicht schon das ein oder andere Date miteinander hatten, melden sich einfach nicht mehr. Freundschaften gehen auseinander, die Partnersuche wird zu einer grossen Enttäuschung. Und das geht nicht nur den Menschen so, die Partnersuche per Tinder und Co. betreiben: Ghosting ist im Real Life angekommen. Das tut weh. Wie wird es nach Ende der Pandemie weitergehen?

Menschen sind vorsichtig geworden

Da, wo die Massnahmen zur Eindämmung der Ansteckung gelockert sind, bemerkt man es schon: Die Menschen sind vorsichtiger geworden. Die ein oder andere Freundschaft kann zwar wieder intensiv gepflegt werden, aber Singles tun sich weiterhin schwer, auf andere Singles zuzugehen. Es dauert lange, bis wirklich ein Date ausgemacht wird. Und dann ist da immer noch der Abstand: Wer kann schon mit einem oder zwei Meter Entfernung Händchen halten oder auch nur innig tief in die Augen sehen? Ausgehen hat ein bisschen etwas von den prüden Treffen, die bis in die 1970er Jahre europaweit völlig normal waren. Körperlichen Kontakt baut man so einfach nicht auf – und das wird voraussichtlich noch eine Weile so bleiben.

Von der Unverbindlichkeit zur Verbindlichkeit?

Ganz ungezwungen und ohne weitere Verpflichtungen online oder offline Leute kennenlernen: Das wird auch weiterhin möglich sein. Pandemie oder nicht, zweite oder dritte Welle, alles egal: Der Abstand ist gewahrt. Aber es wird auch in den nächsten Monaten noch schwierig sein, von der unverbindlichen Freundschaft im Internet oder auf Abstand im Park zur Liebe zu kommen. Denn dafür braucht es körperliche Nähe, und die baut man nun nicht so leicht auf.

Problemgruppe junge Menschen

Natürlich untersuchen Statistiker und Statistikerinnen aus allen möglichen Fachgebieten schon längst, wie und warum sich die Pandemie so schnell ausbreiten konnte. Wer hat wen wann und in welchem Zusammenhang getroffen? Sind es die Kinder und Jugendlichen in der Schule, die das Virus verbreiten, oder doch eher der Vater im Großraumbüro?

Alles falsch soweit: Die meisten Ansteckungen und Cluster konnten bislang auf die Gruppe der grob 19- bis 30jährigen zurückgeführt werden. Die jungen Leute nehmen es nicht so genau mit den Vorschriften, feiern gerne und ausführlich (und auch mal im Verborgenen), sie daten weiterhin und scheinen die Pandemie in den verschiedenen Ländern Europas (aber nicht nur da, vermutlich) vorangetrieben zu haben.

Aber wer wird der sorglosen Jugend daraus einen Vorwurf machen? Immerhin haben die jungen Leute etwas Wichtiges verstanden: Das Leben geht weiter, auch mit Pandemien und vor allem nach Pandemien. Wer will schon Single sein, wenn das mit dem Date in der Bar wieder erlaubt ist?

Bildnachweis:Depositphotos_33895393_l-2015

Finden Sie Singles in Ihrer Nähe

Ich bin
Ich suche