Wie eine Krise die Partnersuche beeinflusst

Schild mit Corona Abstandsregeln

Singles treffen ist derzeit nicht leicht: In den verschiedenen europäischen Ländern herrschen teils recht strikte Kontaktbeschränkungen, die Grenzen sind geschlossen, ein länderübergreifendes Date ohnehin nicht möglich. Es ist schwer genug, eine bereits bestehende Freundschaft bei den derzeitigen Verhältnissen zu pflegen – wie sieht es da mit einer frischen Liebe aus?

Schwierig. Und was die Lage noch erschwert, sind die beunruhigenden Nachrichten. Die Medien fallen über die Pandemie geradezu her – andere Meldungen gibt es kaum noch. Je gruseliger das Szenario, desto besser: Alte Menschen sind besonders betroffen, die Risikogruppe bilden alle über 65 Jahre (wahlweise über 50 Jahre oder über 40 Jahre), Raucher und übergewichtige Menschen sind besonders betroffen … In der Türkei gelten die Kontaktsperren für die Generation Ü65 länger als für die restliche Bevölkerung, und auch in der Schweiz werden Menschen in der zweiten Lebenshälfte besonders geschützt.

Ab dem 11. Mai wieder rausgehen

War Menschen mit Vorerkrankungen und Menschen über 65 Jahren bislang angeraten, zu Hause zu bleiben, dürfen diese ab dem 11. Mai auch wieder mit dem offiziellen Segen des Bundes einkaufen gehen. Für die Partnersuche bringt das nicht viel – vermutlich. Gibt es eigentlich Statistiken dazu, wie viele Menschen ihre grosse Liebe an der Fleischertheke, im Schuhladen oder im Getränkemarkt kennengelernt haben? Wir konnten keine Erhebungen dazu finden. Aber immerhin: Singles haben jetzt wieder die Möglichkeit, sich in aller Freundschaft in den Läden über den Weg zu laufen …

Date im Restaurant? Nur auf Abstand

Es geht langsam voran, und so manche Lokalitäten dürfen auch wieder öffnen. Allerdings gelten weiterhin Auflagen: Zwischen den Tischen müssen zwei Meter Abstand eingehalten werden, und der Anblick des Servicepersonals mit Schutzmasken ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Wenn Ihnen das nichts ausmacht, gehen Sie doch einfach wieder auf Partnersuche! Blickkontakt, Unterhaltungen und Kennenlernen sind auch mit diesem Abstand möglich. Bars und Restaurants können in der Schweiz ab dem 11. Mai schon wieder öffnen, wenn die Regeln eingehalten werden. In Deutschland dauert es noch etwas länger, hier wird es von den einzelnen Bundesländern und der Entwicklung der Fallzahlen je Landkreis abhängig sein.

Aber braucht man für ein Date ein Restaurant oder eine Bar? Müssen sich Singles zum näheren Kennenlernen in Clubs und Diskotheken treffen? Wir hätten da ein paar bessere Ideen!

Vergessen Sie soziale Netzwerke bei der Partnersuche!

Ganz egal, ob Tinder, Parship, Facebook, Instagram oder andere Medien: Das Leben hat sich in den letzten Wochen beim Onlinedating viel zu sehr im Internet abgespielt. Kommen Sie zurück in die Realität! Machen Sie einen Spaziergang durch die Stadt, durch den Park, am See oder am Fluss. Sie dürfen selbstverständlich Abstand halten und eine Schutzmaske tragen. Wichtig ist, dass Sie sich entspannen.

Frau mit Schutzmasek spielt im Park mit Ihrem Hund
Gehen Sie nach Draussen, genießen Sie den Frühsommer, aber halten Sie Abstand!

Wenn im Laufe der nächsten Tage die Temperaturen steigen, die Sonne herauskommt und der Frühling langsam in den Sommer übergeht, setzen Sie sich vielleicht mit einem guten Buch nach draußen. Genießen Sie die Wärme, lassen Sie sich vom Wind die Haut streicheln und erröten Sie – aber bitte nur, wenn Sie angesprochen werden, nicht von der Sonne!

Nach so langer Isolation sind die meisten Menschen hungrig nach Kontakt. Sie werden schnell angesprochen werden. Wenn Sie ein Instrument spielen, können Sie auch Ihre tägliche Saxophon-Übung, Ihre Geigen-Stunden oder Ihre Drum-Session im Freien abhalten. Im echten Leben lernt man immer noch schnell Menschen kennen. Freundschaft schliessen ist auch jetzt im echten Leben noch (oder wieder) möglich.

Geben Sie sich selbst Zeit

Die schlimmen Nachrichten der letzten Wochen und Monate hat allen zugesetzt – auch Ihnen. Sie sind Menschen gegenüber misstrauischer geworden. Sie haben vielleicht Angst, sich anzustecken. Sie halten Abstand zu Menschen. Es wird eine Weile dauern, bis Sie diese Ängste wieder abbauen. Gönnen Sie sich diese Zeit.

Aber vergessen Sie nicht: Jede Berührung zwischen Menschen stimuliert auch das Immunsystem. Sie benötigen Nähe und Kontakt. Händchenhalten ist völlig in Ordnung – wenn Sie sich nicht ins Gesicht fassen und die Hände zwischendurch immer wieder waschen. Der Rest wird sich in den nächsten Wochen und Monaten ergeben.

Bildnachweis: iStock-1216146306; iStock-1217377882

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